Guatemala – Acatenango

Einen Tag nach dem ich in Antigua angekommen bin, ging es gleich los auf den Vulkan Acatenango. Es ist der Nachbar des Volcano de Fuego, einem sehr sehr aktiven Vulkan. Die Tour geht über 1 1/2 Tage, morgens um 9 ging es mit dem Shuttle zum Ausgangspunkt auf ca. 2400 Höhenmeter. Innerhalb von 5 Stunden ging es ca. 1100 Höhenmeter und 7km in Distanz zum Basecamp. Vor Ort werden die mitgebrachten Zelte aufgebaut und ein Lagerfeuer gemacht.

Das Basecamp ist etwa auf 3500m Höhe und entsprechend kalt wird es dort. Ein Ire den ich in Flores kennengelernt habe und ich haben neben den empfohlenen 4 Litern Wasser auch noch eine Flasche Rum hochgetragen. Als wir dann am Lagerfeuer saßen, hat sich das als lohnenswert herausgestellt. Gegen 11 Uhr sind die meisten zu Bett gegangen, in der Zwischenzeit ist der Vulkan neben uns schon sehr aktiv geworden!

Um ca. 3 Uhr Morgens ging es dann weiter zum Krater des Acatenango auf etwa 3900 Metern Höhe. Das hieß in einer Stunden und 30 Minuten nochmal weitere 400 Höhenmeter. Oben angekommen war es eisig, doch der Sonnenaufgang war überwältigend. Im Hintengrund gab es noch Gewitter mit Blitzen, ein bizarres und beeindruckendes Bild!

El Mirador – Dschungel Wanderung

El Mirador, größte (bekannte) Maya Anlage der Welt! Wenn gleich noch lange nicht vollständig ausgegraben, ist alleine die Lage mitten im Dschungel sowie die schiere Größe beeindruckend. Noch dazu kann man vom höchsten Tempel bis weit über die Wipfel des Dschungels gucken. Im Folgenden habe ich die 5 Tage Wanderung zusammengefasst.

Tag 1 – 4:30

Der erste Tag beginnt, schon früh geht es aus dem Bett, denn an diesem Tag steht einiges auf dem Programm. Als erstes geht es per Chicken Bus (ausgemusterte amerikanische Schulbusse) hinein in den befahrbaren Teil des Dschungels. Nach etwa drei Stunden sehr holpriger Fahrt über nichr asphaltierten Boden kam ich in Carmelita an. Das ist ein Ort der von der​ lokalen Bevölkerung belebt wird und als Ausgangspunkt für alle Touren nach El Mirador dient. Eigentlich alle Tourveranstalter arbeiten mit dieser Organisation im Dorf zusammen. Nachdem der Großteil des Gepäcks auf Esel geladen wurde, ging es dann auch schon los. Der erste Tag umfasste ca. 18km Wanderung. Da ich derzeit in der Regenzeit hier bin, ist der Dschungelweg entsprechend matschig. Es hat keine 30 Minuten gedauert bis meine Hose und Schuhe mehr als nur voller Matsch waren 😀

Die Atmosphäre im Dschungel ist wirklich bezaubernd, wenn gleich wir für meinen Geschmack etwas zu schnell unterwegs waren um alle Eindrücke würdigen zu können. Zwischendurch sahen wir dann Affen und einen Frosch im Unterholz.

Etwa zwei Kilometer vor dem Campingplatz fing es dann richtig an zu Regnen. Durch die vorherige Hitze, war es fast schon angenehm einmal richtig abzukühlen.

Nach einer zweiten aber diesmal beabsichtigten Dusche, konnten alle erstmal entspannen. Zum Abendessen gab es Reis mit verschiedenem Gemüse. Da mir der Transport von Fleisch etwas sketchy erschien, habe ich mich dazu entschieden die Zeit über vegetarisch zu Leben. Das Essen war wirklich lecker, wenn gleich ich nach der Wanderung nicht sonderlich anspruchsvoll war 😉

Tag 2 – 06:00

An Tag Zwei ging es etwas entspannter los, um ungefähr 6 ging es aus dem Bett. Dann stand erstmal Packen sowie Frühstück an. Um 7:15 brachen wir dann für die nächsten 24km auf, auf diesem Abschnitt war der Weg in deutlich besserem Zustand als am Tag zuvor.

Nach etwa 13km gab es Mittagessen, Toast mit special sauce, Tomate, Zwiebel und Käse. Nach der Wanderung ein sehr willkommenes Essen!

Einige Kilometer weiter gab es die ersten ausgegrabenen Tempel zu sehen. Vermutlich waren wir bereits vorher über eine Vielzahl unerforschter beziehungsweise unausgegrabener Gebäude gegangen. Der überwiegende Teil von El Mirador ist noch lange nicht entdeckt.

Auf dem Weg gab es allerlei Schlangen und Frösche zu sehen, im Inneren eines der Gebäude gab es erhaltene Tunnel unter denen früher die Familie begraben wurde.

Tag 3 – 7:30

Tag drei, knappe 2 Kilometer entfernt von El Mirador hatte ich erstmals ernsthaft den Gedanken das es eine blöde Idee war die Tour in der Regenzeit zu machen 😀 Entgegen des üblichen abendlichen Regenschauer, regnete es mehr oder minder von 9 Uhr am Tag zuvor bis 8 Uhr am nächsten Morgen. Entsprechend startete alles etwas gemütlicher.

Nach ausgiebigem Pancake Frühstück ging es los in den Dschungel, auf zu den Ruinen. Auf dem Weg lagen eine kleinere Ausgrabungen, die meisten Ausgrabungen stehen noch aus. Der größte Tempel von El Mirador, ist zwar nicht der höchste, jedoch vom Volumen die größte Pyramide der Welt. Doch weniger beeindruckend als die Größe war der Blick über den Dschungel. Bei guter Sicht kann man bis zu den Tempeln von Tikal gucken! Der Anblick ist beeindruckend und faszinierend. Ich glaube ich habe nichts dergleichen bisher gesehen.

Nach leckerer Wassermelone auf der Spitze der Pyramide und vielen Erzählungen zu der Gegend ging es über einige aktive Ausgrabungsstätten zurück zum Camp und damit auch zum Mittagessen! Während es Nachmittags nocj ordentlich geregnet hat, klarte es zum Abend hin auf. Einige aus unserer Gruppe hatten Rum und Ginger Ale dabei, welches wir gemeinsam am Abend genossen.

Tag 4 – 04:00

Um 4 Uhr morgens ging es aus dem Bett um El Tigre – die zweit höchste Pyramide – für den Sonnenaufgang zu besteigen. El Tigre liegt nah am Camp und so war es nur ein kurzer Marsch, aber auch hier war die Aussicht bezaubernd!

Danach ging es zurück zum Camp, erstmal packen und danach 24km zurück zum ersten Camp. Durch den vielen Regen war der Weg häufig von kleinen Seen bedeckt, im Gegensatz zum Hinweg konnten wir diese diesmal nicht umgehen. Entsprechend sahen unsere Füße im Camp angekommen aus, als wären wir zu lange schwimmen gewesen.

Als nächstes stand dann eine Runde entspannen in den Hängematten beziehungsweise in der Sonne an. Kurz vor dem Abendessen ging es noch zu einem anderen Tempel ganz in der Nähe. Leider drohte es zu regnen, sonst wären wir zum Sonnenuntergang hingegangen. Zum Abend gab es Chow Mein, hungrig vom Tag war in weniger als 20 Minuten alles aufgegessen. Den Abend hat dann jeder mehr oder minder für sich mit Lesen und Entspannen verbracht.

Tag 5 – 05:30

Der fünfte und letzte Tag startet für mich relativ früh, während alle anderen noch am schlafen sind, bin ich schon wach. Es ist beeindruckend wie laut es im Dschungel ist. Um 6 Uhr ging es dann los mit dem Frühstück, danach ging es zum letzten Mal ans Packen und um 7 dann zurück zum Ausgangspunkt der Tour. Der Rückweg war deutlich angenehmer da der Weg weniger matschig war. Doch nach 10km merkten alle die letzten Tage in den Knochen. Die verbleibenden 8km gingen dann nur sehr gemächlich um.

Als wir dann doch endlich im Dorf ankamen, gab es leckeres Mittagessen, Kartoffelpüree gebraten mit Tomate und Zwiebeln. Und dazu ein gekühltes Bier, was für ein Traum.

Während ich also die letzten Eindrücke zusammenfasse, befinde ich mich wieder im Chicken Bus zurück gen Zivilisation. Chicken bus war diesmal auch wörtlich zu nehmen, wir hatten ein Hühnchen im Bus.

Leider ist das Internet in Guatemala eher dürftig, deswegen mangelt es noch an Bildern.

Guatemala – El Mirador

Wie das beim Reisen häufig so üblich ist, kommt vieles anders als man denkt. Da ich auf dem Weg nach Flores zwei deutsche getroffen habe, die schon auf Caye Caulker gute Gesellschaft waren, habe ich kurzfristig den Plan verworfen am ersten Tag in Flores nach Tikal zu gehen.
Stattdessen habe ich die Zeit mit den beiden in Flores genossen. Zum Beispiel mit leckeren Cocktails und gutem Essen 🙂


Daneben habe ich dann die Tour nach El Mirador geplant. Morgen früh um 5 geht es los. Ich freue mich schon riesig auf die Tour. Tag 1 beginnt mit einer etwa einstündigen Busfahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung. Von da ist am ersten Tag eine 17km Wanderung angesetzt. Dort übernachte ich in einem Camp im Dschungel. Tag 2 sieht eine 24km Wanderung durch den wilderen Teil des Dschungels vor. Dann kommt man bei El Mirador an, nach einer Nacht vor Ort hat man dann einen Tag Zeit die Ruinen und deren Umgebung zu erkunden. An Tag 4 und 5 geht es dann auf ähnlichem Wege zurück.

Mallorca im Winter

Und da sind wir wieder zurück. Viel persönliche Veränderung liegt hinter uns und da haben wir uns entschlossen, diesen Winter den Urlaub in Europa zu verbringen und die Fernreisepläne (Pia in Taiwan besuchen, Silverster in Chicago verbringen) erstmal aufzuschieben. Für knapp zwei Wochen so sehr die Umwelt zu verpesten ist es uns dann doch nicht wert.

Daher eine zurückhaltendere Urlaubsplanung: eine Woche auf die beliebteste Insel der Deutschen fahren, aber in der Nebensaison, im Winter! Und so ging es die erste Januarwoche nach einem entspannten Silversterfest in Hamburg dorthin. Wunderbare 15° C und Sonne erwarteten uns eine Woche lang.

Anreise, Abreise und Logistisches

Wir sind von Montag Mittags bis Montag Morgens verreist, sehr entspannt mit den Billigfliegern die Mallorca von Hamburg 4x täglich anfliegen. Am Flughafen haben wir uns direkt ein Auto geliehen für die Zeit – mit unserer Ferienwohnung in Paguera waren wir doch etwas abseits von Schuss, und vor allem weit weg von den Zügen. Am Ende haben wir die Züge kein einziges Mal genutzt und die Westküste Mallorcas mit dem Auto erkundet.

Eine Ferienwohnung haben wir über Hapimag in Paguera gefunden. Wirklich eine tolle Wohnung, Balkon, gemütliches Sofa, großer Fernseher (ist bei dem Wetter wichtig), schönes Bad, gemütliches Schlafzimmer. Wir haben uns sehr wohl gefühlt! Am letzten Abend haben wir es dann auch mal geschafft, das dazugehörige Schwimmbad auszuprobieren ;).

Essen und Trinken

Eine der Aktivitäten, auf die wir uns gefreut haben, war definitiv das Essen und Trinken. Die bisher schönste Beschäftigung in Spanien ist es, Mittags irgendwo lang zu schlendern, eine Bar zu finden und dort etwas kleines zu essen und ein Glas Wein (oder manchmal Bier) zu genießen. Wir haben uns zu Anfang direkt bei Lidl mit Gemüse, Meeresfrüchten und Wein eingedeckt und das die gesamte Woche genossen.

Wir sind vor allem in Palma an vielen verlockenden Restaurants vorbei gekommen, letztendlich waren wir aber nur einmal groß abends essen. An den anderen Tagen haben wir oft Mittags was kleines gehabt und waren dann mit Sonnenuntergang zwischen 17 und 18 Uhr wieder in der Ferienwohnung und haben einen entspannten Abend gemacht.
Aber von der Begeisterung von zwei Freunden, die letzten Sommer auf Mallorca waren, haben wir uns anstecken lassen und waren dann statt in Palma einen Abend in Llubi, einem kleinen Dorf im Zentrum, essen. Und es war hervorragend. Alleine das selbst gebackene Brot mit Olivenöl und Kräutersalz was es als Begleitung gab…

Am schönsten war aber der Wein, den wir uns manchmal abends auf den Felsen vor den Ferienwohnungen gegönnt haben.

Wandern

Wir haben den gesamten Urlaub auf Entspannung ausgerichtet, und was ist entspannter als etwas zu Wandern, etwas Auto zu fahren, und so die Insel zu entdecken? Denn Wandern kann man wunderbar in den Bergen an der westlichen Küste Mallorcas. Die Serra de Tramuntana bietet Wanderungen am Meer entlang, zu Klostern oder zu den noch stehenden Wachtürmen. Meine gewonnene Wanderfreude in den USA hat sich hier wieder bestätigt, Wandern mit tollen Ausblicken kann so schön sein.
Wanderungen die wir gemacht haben waren im Norden am Cap Formentor (durch die Nebensaison war es auch sehr angenehm leer), im Zentrum um Soller und im Süden bei Sant Elm. Das Titelbild ist während der Wanderung von Sant Elm geschossen, im Hintergrund sieht man die Insel bei Sant Elm, wo wir gestartet sind.

Während der Autofahrten sind wir an den wunderschönen alten Orten der Bergregion vorbei gekommen. Palma de Mallorca haben wir sogar als Hauptziel einen ganzen Tag lang reserviert, durch die anderen Orte sind wir durch gekommen. Wunderschön fand ich dabei Deìa, ein Ort nicht weit von Soller der sich mit Zypressen und mediterraner Architektur die Serra de Tramuntana hochzieht. Aber auch Soller selber, Pollenca und auf seine eigene, abgeschiedene Art, Llubi haben mir sehr gut gefallen.

Sóller

Während Deìa durch seine hübschen Häuser und Lage am Hang begeistert, bietet Soller einen tollen Marktplatz mit Sitzmöglichkeiten in der Sonne und eine alte Kathedrale die die Stadt dominiert, umrahmt von hohen Bergen. Überall Orangenbäume und tolle alte Gebäude.

Pollenca

Diese Stadt wollten wir eigentlich entweder auslassen, oder die gut 1 stündige Wanderung (pro Strecke) auf ein Kloster machen. Letztendlich haben wir dort aber angehalten und die Stadt erkundet, denn als es gegen 18 Uhr dunkel wurde hatten wir noch 2 Stunden zu warten, bis das Restaurant in Llubi ortstypisch öffnet. Und auch Pollenca war schön. Das Kloster sah man hoch oben auf einem der umliegenden Berge thronen und in Pollenca selber gibt es eine Treppe, die einen Hügel im Zentrum der Stadt erklimmt, wo oben drauf eine kleine Kapelle stand. Und ein gutes Cafe gab es auch.

Es ging zu schnell…

Die Woche ist also wieder wie im Flug vergangen. Ich kann jedem nur Mallorca im Winter (mit Glück) empfehlen, denn die 15° waren perfekt zum Wandern und man konnte in der Sonne schon wunderbar draußen sitzen. Die Orte sind leer und die Wanderwege und Straßen auch. Insgesamt perfekt, um entspannt die Zeit zu verbringen und sich an der frischen Luft zu bewegen.

The Lake District

Im Mai sind wir Pia besuchen geflogen, eine Freundin, die mit Svenja bei IBM gearbeitet hat und dann gekündigt hat, um in England ihren Master zu machen. Es hat sie nach Lancaster gezogen, einem Ort nördlich von Manchester.

Lancaster und der Unicampus

Zu Lancaster selber haben wir erstaunlicherweise keine Fotos – was daran liegen könnte dass der Campus der Universität 10km außerhalb des Dorfes lag und wir daher das Dorf selber nur am Samstag abend kennen gelernt haben und auch die meiste Zeit auf dem Campus waren.

Der Campus war wirklich wie aus einem englischen / amerikanischen Film. Modernste Gebäude und abgeschlossene Wohnkomplexe für die verschiedenen Studentengruppen, Bars mit billigem Alkohol, moderne Technik, Abgeschiedenheit und viel Eigenwerbung. Sehr, sehr spannend, das mal erlebt zu haben. Wir sind Freitag abend gekommen und Sonntag Mittag leider wieder geflogen. Übernachten konnten wir bei Pia im Studentenwohnheim.

Der Lake District

Eine der bekanntesten Gegenden in England und so weit nördlich, dass ich sie noch nicht während meines Auslandspraxiseinsatzes besuchte, hat uns am Samstag der Lake District gelockt. Die Gegen zeichnet sich durch karge Hügel und eine moorige Landschaft aus und eignet sich wunderbar zum Wandern.

Die Fahrt

Aber erst mal mussten wir fahren. Wir haben uns in unserem Übermut eine Wanderstrecke im Westen des Lake Districts ausgesucht, sodass wir diesen einmal komplett durchfahren mussten. Sieht man ja am meisten, oder?
War aber dann doch nicht so schlau, mit unserem Mietwagen die sehr engen Wege mit Steinmauern auf beiden Seiten zu durchfahren, war ein ganz neuer Stresstest. Aber auch sehr cool, denn wir haben viel, viel gesehen und hatten einen tollen Roadtrip.

Die Wanderung

Am Nachmittag sind wir dann nach unzähligen Aufenthalten und Stops angekommen und haben auch den Einstiegspunkt für die Wanderung gefunden. Die Aussichten schon während der Fahrt waren fantastisch.
Die Wanderung war dann auch prima, wenn auch sehr nass denn wir sind einen sehr morastigen Weg gegangen und nach einem Drittel der Strecke fing es an zu nieseln (was fahren wir auch nach England…). Die Aussichten während der Wanderung waren wieder toll und wir sind glücklich zum Sonnenuntergang wieder unten angekommen. Jetzt hieß es nur noch zurück fahren und am Abend mal die Studentenbars in der Lancaster Universität ausprobieren!