USA San Francisco

Den Abschluss unserer Reise haben wir in San Francisco verbracht. Drei Tage haben wir für diese vielfältige Traumstadt verbracht, über die jeder auf unserer Reise geschwärmt hat.

San Francisco selber ist erstaunlich klein, wenn man nur das Stadtgebiet und nicht die gesamte Bayarea mit Palo Alto, San Jose etc. dazu nimmt.

Vom Flughafen sind wir mit der UBahn ins Stadtzentrum gefahren. Unser Hostel liegt direkt im Financial Viertel, an der Spitze der Landzunge, auf der San Francisco liegt. Nach einem entspannten Mittag im Park mit dem Rest unserer Essensachen von der Autotour haben wir eingecheckt und sind zu Fuß aufgebrochen, San Francisco zu erkunden. Die Stadt eignet sich hervorragend zur Erkundung zu Fuß, in den drei Tagen sind wir insgesamt nur drei oder viermal mit dem öffentlichen Nahverkehr gefahren, sonst sind wir nur gelaufen.

Die Golden Gate Bridge

Am ersten Tag war es sehe diesig und wir konnten gleich den berühmten Nebel San Franciscos bewundern. Trotzdem sind wir am Wasser entlang zur Golden Gate Bridge spaziert und haben die Aussicht auf den Bay, die Brücken und San Franciscos Downtown genossen. Und einen tollen Sonnenuntergang erlebt!

Am zweiten Tag war das Wetter sehr gut aufgeklart, sodass wir gleich zum Start den Coit Tower, einen relativ alten Turm im Zentrum, mit dem Aufzug erklommen sind und uns die Stadt angeschaut haben.

Danach ging es nochmal Richtung Golden Gate Bridge mit dem festen Willen, dieses Mal auch dort anzukommen (am Tag vorher sind wir nach fünf Kilometern, als die Sonne anfing unterbzubgehen, umgedreht). Wir haben auch geschafft und hatten tolle Aussichten von unten und auf der Golden Gate Bridge drauf.

Auf dem Weg dahin sind wir an einem Visitor Center für den Marina National Park der Gegend vorbei gekommen. Der Park wurde für die Gewässer vor der Küste San Franciscos eingerichtet zum Schutz der vielen Wale, Schildkröten, Seeotter und vieler anderen Tiere, die an diese Nahrreiche stelle kommen. Die Gegend zieht besonders viele Tiere an, da ca. 3km vor der Küste der Boden von 120m Tiefe auf über 1km abstürzt und durch diese besondere Geologie Nährstoffe aus der Tiefe an der Meeresoberfläche gespült werden.

Das zieht viele Tiere an und so kommt es zu vielen Probelemen uwischen Mensch und Umwelt. Zum Beispielt fressen viele Schildkröten versehentlich Plastiktüten, wenn sie Quallen suchen. Und auf Grund der vielen Containerschiffe in der Gegend die auf die Häfen der Bayarea zusteuern, kommt es immer wieder zu Kollisionen mit Walen. Große Wale, zum Beispiel Blauwale, weichen den Schiffen nicht aus, wenn diese auf sie zusteuern.
Ich bin gespannt, was in den nächsten Jahren unternommen wird um die vielfältigen Probleme zu lösen, denn der Marina Schutzbereich wurde vor nicht all zu langer Zeit eingerichtet. Auf jeden Fall haben wir viele Informationen und einen halbstündigen persönlichen Vortrag und Rundgang im Visitor Center bekommen, der richtig spannend war!

Nach diesem langen Spaziergang, den ganzen Fotos und den vielen Informationen sind wir in die Stadt abgebogen, um uns den Golden State Park im Westen San Franciscos anzuschauen. Leider haben wir die Entfernungen etwas unterschätzt und als wir endlich da waren am späten Nachmittag, haben wir nicht viel Zeit dort verbracht und sind lieber mit den Bus in den Mission District zum Essen gefahren. Dort haben wir ein tolles veganes Biorestaurant mit mexikanischer Küche gefunden und dort den Abend ausklingen lassen.

Der Mission District hat es uns eh angetan und auch am zweiten Abend hat es uns dorthin verschlagen zum Abschluss.
Aber vorher haben wir uns das eigentliche Highlight und die Besonderheit San Franciscos angeschaut, die verschiedenen Stadtviertel. Es ist spannend zu sehen, wie 1km entfernt vom Bankenviertel mit den Luxusläden in Stadtviertel wie Tenderloin die Armut regiert. Die Straßen, die vorher relativ sauber waren, gesäumt von Mittagslokalen und Leuten in Kostüm und Anzug, hatten sich komplett gewandelt. Überall saßen L, lagen und lauerten Menschen, es stank fürchterlich nach Urin und an jeder Ecke hat man auch gerade jemanden urinieren sehen. Die Menschen, die einem entgegen kamen hatten oft einen gebückten, krummen, wirren Gang, zerfurchte Gesichter und teilweise nach Drogen und Verwahrlosung aussehendes Benehmen. Die Menschen am Straßenrand sahen ähnlich aus, in Lumpen gekleidet und apathisch in die Gegend starrend. Statt der leeren Straßen von vorher war es schwer ein Durchkommen zu finden, ohne ständig ausweichen oder gegen Leute laufen zu müssen. Insgesamt lag über diesen Straßen ein Schleier der Verwahrlosung, der Hoffnungslosigkeit und der Armut, der mir so vorher noch nicht begegnet war.
Auch beim Civic Center, einem Platz an dem das Gericht, das Rathaus und andere offizielle Gebäude ihren Sitz haben, sah es ähnlich aus. Der Platz wurde rechts gesäubert und links schon wieder verschmutzt.
Insgesamt sehr eindrücklich und ich kann gut verstehen, wie man sich in diesen Straßen Nachts nicht sicher fühlt. Ich habe mich schon tagsüber nicht wohl gefühlt.
Das interessante ist wirklich die starke Konzentration dieser Gegensätze, den kaum 500m hinter dem Rathaus begann wieder das reiche Leben mit Cafés und hippen Restaurants. Dort haben wir zum Beispiel die „Suppenküche“ entdeckt, ein Restaurant mit deutschersprachiger Speisekarte mit deutschen, Schweitzer und österreichischen Gerichten, auf der man die englische Übersetzung wirklich suchen musste.

Eines der zwei zwei wohl bekanntesten Viertel ist Castro, das Schwulenviertel mit Regenbogenfarbigen Zebrastreifen, Schwulen- und Lesbenbars, und Regenbogenflagggen an jeder Ecke. Wir haben ein kleines Museum über die Geschichte von Homo-, Trans- und Bisexuellen in San Francisco besucht und uns dort treiben lassen.
Das zweite bekannte Viertel dürfte Haight Ashbury sein, das Hippi Viertel. Das hat mir am besten gefallen, denn es gab an jeder Ecke Vintage Läden mit teilweise tollen Kleidern oder Second Hand Läden mit einer gut sortierten Auswahl. Es gab vegane Cafés und Restaurants sowie Plakate zu Umweltbewusstsein und Selbsterkenntnis. Sophie und ich haben beinahe den gesamten Nachmittag in den verschiedenen Läden zugebracht und tolle Kleider an probiert.

San Francisco ist eine spannende Stadt. Es hat keine wirklichen Sehenswürdigkeiten bis auf die Golden Gate Bridge, sondern zeichnet sich durch seine vielfältigen Nachbarschaften und seine (relative) Kleine aus. Die Auswahl an Essen war hervorragend und die Multikulturalität Amerikas ist mir hier richtig bewusst geworden. Hier war es durchmischter.
Während in Las Vegas und Umgebung alle einfachen Jobs durch Lationas oder Farbige ausgeführt wurden, waren es hier alle Ethnien. Und auch die besseren Jobs waren gemischter, auf der Straße im Bankenviertel hatte ich nicht das Gefühl, auch im (zur Zeit noch eher) vom kaukasischen Aussehen geprägten Europa sein zu können. Und die Kindergruppen um uns herum waren wirklich bunt.
Und das Beste, ich habe mich etwas wie in Hamburg gefühlt, mit Vorteilen wie dieser Multikulturalität und Weltoffenheit, aber auch verschiedenen Nachteilen. Das Wetter war ähnlich, die liebste Freizeitbeschäftigung schien Wassersport zu sein, den die Bayarea war voll mit Seglern, Windsurfern und Kitesurfern. Und die großen Containerschiffe waren auch nie weit ;).
Heimweh kam nicht auf. In dieser Gegend möchte ich wirklich gerne mal für ein paar Jahre leben.

Sequoia und Yosemite Nationalpark

Der zweite Teil unserer Autoreise umfasst zwei Nationalparks: den Sequioa Nationalpark mit uralten, riesigen Sequoiabäumen, und Yosemite Nationalpark, berühmt für seine steilen Felswände, die Herausforderungen beim Klettern (haben wir nicht gemacht) und Wandern (haben wir sehr viel gemacht) bietet.

Der Sequoia Nationalpark

Von San Luis Obispo sind wir Richtung Osten landeinwärts bis an die Grenze der Sierra Nevada gefahren. Die letzten 30km haben sich in Serpentinen immer höher ins Gebirge, in die letzten Gebiete der Mammutbäume, geschlängelt. Viele von ihnen wurden um 1900 zum Schiffsbau abgeholzt, daher sind die Restbestände in abgelegenen Ecken.
Und es hat sich gelohnt! Wir haben Bäume gesehen, die Umfänge von sieben bis elf Metern hatten. Sie waren dabei nicht sehr hoch, aber diese massiven Baumstümpfe waren beeindruckend.

Außerdem haben wir zwei kleine Bären gesehen! Erst einen Schwarzbären, der friedlich nicht weit abseits vom Wanderweg graste und als wir an ihm vorbei gelaufen waren, ist hinter uns ein kleiner Braunbär vom Baum geklettert! Es waren wunderschöne Tiere, aber insbesondere die zweite Erfahrung auch etwas erschreckend, denn unter dem Baum waren wir 1min vorher erst entlang gegangen. Der Braunbär hat uns jedoch nur kurz interessiert angeschaut und ist dann in das Dickicht verschwunden.

Die Fahrt von Sequoia nach Yosemite

Wir haben die Nacht in der nächstgrößeren Stadt verbracht und sind morgens entspannt losgefahren, um noch für den Yosemitepark einzukaufen und zu tanken.
Wir sind schon die ganze Zeit verwundert, wie viel teurer das Benzin in Kalifornien als auf unserer vorherigen Tour ist. Während wir vorher nie mehr als 3$ pro Gallone (circa 3,5 Liter) gezahlt haben, sind es in Kalifornien eher 3,50$ bis 4$. Daher haben wir uns vor dem Tanken informiert und die günstigste Tankstelle rausgesucht, nur 3,45$! Nur leider war die dann nur für Tescomitarbeiter geöffnet, einer großen Supermarktkette…

Wir waren auch nochmal wieder bei Walmart und haben uns mit Konserven und Brot eingedeckt. Wir hatten dort nur eine Bärenbox zur Verfügung, jedoch nichts zum kühlen. Daher haben wir alles mögliche gekauft, was wir unter diesen Bedingungen dort nutzen können. Es ist geworden:
Morgens: Haferflocken mit Banane, Apfel, Mandeln und weiteren Nüssen.
Mittags: Toastbrot mit Erdnuss- oder Mandelbutter sowie Studentenfutter für die Wanderungen.
Und Abends: Avocados für Guacamole und am zweiten Tag Kichererbsen für Humus und das auf Brot und dazu Dosenfisch, Dosenoliven und Dosenrote Beete (sowie Wurzeln und Sellerie).
Es ist auch das geworden, was wir während der Tage gegessen haben, plus ein Eis jeden Tag.

Der Yosemite Nationalpark

Nach unserem erfolgreichen, hitze- und kältebeständigem Einkauf sind wir los zum Yosemitepark, eine weitere dreistündige Autofahrt entfernt. Zuerst wurden wir von einem hohen Wasserfall begrüßt, kurz darauf von Stau, Yosemite ist wirklich ein sehr gut besuchter Park. Wir sind haben dann kurzerhand am Straßenrand geparkt und haben uns an den Fluss gelegt und die Sonne genossen, statt die letzten vier Kilometer im Stau zu stehen. Check In war erst zwei Stunden später und wir hatten nicht mehr geplant, als anzukommen und uns zu orientieren.

Nach zwei Stunden waren die Straßen leer und wir konnten schnell einchecken und unsere Unterkunft begutachten. Wir hatten ein Zelthaus mit Holzboden und Betten, jedoch mit Zeltplane außen und als Dach. Sehr bequem mit viel Platz aber es wurde teilweise noch gut kalt nachts! Tagsüber wurden es bis zu 34°C und nachts kühlte es bis zu 10°C ab.

Wandern

Unseren ersten vollen Tag wollten wir mit einer 8km Wanderung zu zwei Wasserfällen starten. Wir sind rechtzeitig aufgebrochen und als wir kurz vor dem zweiten Wasserfall waren, war es noch vor zwölf.

Daher haben wir kurzerhand entschlossen, auch noch einen dritten Wasserfall zu erklimmen. Und als wir dann da waren, war der Rückweg so lang wie der Weg weiter geradeaus zum Aussichtspunkt Glacier Point und so sind wir auch noch dahin gewandert.

Das hat uns an unsere Grenzen gebracht. Glacier Point war nach 13km Länge und 970m Höhe und kurz bevor wir da waren, waren wir sehr fertig. Jedes Stück in der Sonne war schweißtreibend und die letzten zwei Kilometer gingen nur noch bergauf auf sonnigen Hängen.
Aber wir haben es geschafft! Nachmittags gegen halb vier waren wir oben am Glacier Point, mit Toiletten, Wasserstationen und Eis. Nach einer Stunde Pause machten wir uns ans letzte Stück, 7km Länge und 970 Höhenmeter wieder bergab.

Nach einer Stunde hatten wir keine Lust mehr auf Serpentinen und nach zwei Stunden haben wir uns allmählich gefragt, wer so einen Wanderweg entwirft! Knieschonend war er nicht, das war uns klar. Aber wie anstrengend konstantes bergablaufen auf schrägen, sandigen Flächen sein kann, war uns vorher nicht bewusst!
Nach zweieinhalb Stunden waren wir endlich unten, neuneinhalb Stunden nach Beginn unserer Wanderung. Hinter uns lagen über 20km, tolle Wasserfälle, wunderschöne Aussichten und eine Grenzerfahrung.

Den nächsten Gag haben wir ruhiger angehen lassen. Wir haben einen sehr entspannten Morgen gemacht und sind dann ca. 300 Höhenmeter bis zum unteren Ende des oberen Yosemitewasserfalls gelaufen. Leider bestand der Weg aus reinen Serpentinen, sodass wir nach den zwei Stunden hoch keine Lust mehr hatten, weiter zu gehen. Auf unserer vorherigen Wanderung hat sich der Weg erst entlang eines Flusses und dann über verschiedene Bergkämme gezogen, während dieser Weg sich nur an einem Berg hochquälte.
Daher sind wir wieder umgedreht und haben den Nachmittag am Strand am Fluss verbracht. Leider war der Fluss zu kalt zum Baden, aber mit den Füßen rein und sich gegenseitig nassspritzen konnte man gut.

Den Abend haben wir im Gemeinschaftsraum verbracht, auf gemütlichen Holzschaukelstühlen auf der Veranda. Angeblich soll es auch Internet geben, aber das war sehr sporadisch und langsam.

Und ganz am Ende haben wir die geringe Lichtverschmutzung im Tal ausgenutzt und haben uns an einem ruhigen Ort den Sternenhimmel angeschaut. Wunderschön!

Am nächsten Tag stand dann auch schon die Abreise an. Vormittags haben wie noch den Mirrorlake besucht, der einen perfekten Spiegel bildet durch seine Ruhe.

USA Westküste Route 1 von Santa Cruz nach San Luis Obispo

Jetzt sind wir schon über zwei Wochen unterwegs und die Zeit fliegt nur so vorbei. Hier in Kalifornien haben wir weniger Fahrtage und dafür längere Strecken geplant als auf unserer Las Vegas Tour. Der erste Teil unserer Route führte uns in zwei Tagen von San Francisco nach Süden.

Nachdem wir später als geplant am späten Nachmittag in San Francisco angekommen waren, sind wir mit der Flughafentram zum Mietwagencenter gefahren (einem Gebäude in dem alle Mietwagenfirmen Schalter und ein riesiges eigenes Parkdeck haben) und konnten bequemerweise direkt in unseren Wagen steigen. Leider haben wir dieses Mal einen weniger schönen Wagen bekommen als in Las Vegas. Er ist nicht mehr grün sondern silber, sehr viel kleiner (beim grünen haben unsere drei Rucksäcke komfortabel in den Kofferraum gepasst, dieses Mal müssen wir stopfen und es passt absolut nichts anderes mehr dazu), ohne Tempomat und mit nochmal kleinerem Motor als der letzte (jede Steigung ist eine Herausforderung…). Aber wir passen alle rein, und ein kleinerer Motor bringt ja bekanntlich ein angenehmeres Fahrgefühl für Mitfahrer ;). Wir sind vom Flughafen direkt losgestartet und 100km in den Süden nach Santa Cruz gefahren, einer Badestadt am Ozean.

Santa Cruz

Santa Cruz zeichnet sich aus durch den Broadway, einem kleinen Vergnügungspark direkt am breiten Sandstrand (mit einer der ältesten Holzachterbahnen der Welt, von 1924). Durch unsere vier Stunden Verspätung beim Flug sind wir leider erst nach acht Uhr abends dort angekommen und standen nur vor verschlossenen Geschäften. Wir konnten aber noch kurz das Meer und den Salzgeruch in der Luft genießen, bevor wir zu sehr Hunger hatten. Auf vier Stunden Verspätung waren wir nicht vorbereitet gewesen.
Unsere Suche nach einem Abendessen war zuerst erfolglos, da alle Geschäfte am Strand geschlossen hatten (bis auf ein Casino) und sogar Subway, eine Sandwichfastfoodkette schon  geschlossen hatte. Aber wir haben dann noch eine nettes vietnameisiches Restaurant gefunden und dort zu abend gegessen.

Die Route 1

Der nächste Tag war unser einziger richtiger „Roadtriptag“, ein Tag, an dem das Autofahren das Highlight war. Wir sind von Santa Cruz über 250km die Küste entlang nach Süden gefahren, die State Route 1 zwischen Los Angeles und San Francisco entlang. Der Weg wurde direkt in die steile Küste gebaut und bietet wunderschöne Ausblicke auf das Meer, die Küste und Meerestiere. Wir haben auf unserer Fahrt Seeotter, Seelöwen, Seeelephanten und Seehunde gesehen!

Unser erster Halt war schon 30 Kilometer Fahrt entfernt, als wir beim ersten Walmart auf unserer Strecke angehalten haben, und uns mit Lebensmittel für den Tag eingedeckt haben. Da der Walmart nur 1km vom Strand entfernt war, haben wir unser Frühstück kurzerhand dorthin verlegt und am Sandstrand mit etwas Sonne Brot und Wassermelone gegessen.
Weitere 30km weiter sind wir kurzerhand noch zum Besucherzentrum von Monterey gefahren, weil es erst 10 Uhr morgens und das Wetter noch sehr diesig war. Wir wollten erstmal noch ein paar Stunden in Monterey und Umgebung verbringen und auf besseres Wetter am Nachmittag hoffen.
Leider hatten wir die Whale Watching Touren schon verpasst, daher sind wir dann doch weiter gefahren zum State Park Point Lobos, einer Halbinsel die zum Naturschutzgebiet erklärt wurde und ein beliebter Sonnenplatz für Seelöwen ist. Und wir haben viele Seelöwen gesehen. Als erstes habe ich nur einen Strand mit großen Steinen gesehen, aber auf den zweiten Blick waren das alles Seelöwen! Hunderte von ihnen. Und auch Seeotter und Seehunde waren manchmal im Wasser zu sehen.

Danach begann die Fahrerei und Kurverei, als wir der Strecke an den Berghängen folgten. Aber es hat sich gelohnt denn nach jedem neuen Berghang ergab sich ein neuer toller Ausblick auf Felsen, Berghänge und das Meer. Nach einer Weile haben wir in einem weiteren State Park angehalten, sind dort zu einem kleinen Wasserfall gewandert, haben die großen Redwoodbäume angeschaut und haben Mittag gegessen.

Auf der Fahrt gab es viele schöne Ausblicke, die sich gar nicht in Bildern fassen ließen. Gegen Ende der Fahrt sind wir noch an einem Seeelephantenrastplatz vorbei gekommen. Das war ein hunderte Meter langer, ca. 5m breiter Strandabschnitt, auf dem ein Seeelephant neben, auf und unter anderen Seeelephanten lag. Es war ein riesiges Gewusel, das man sich gut von dem Besucherpfad vier Meter über dem Strand aus anschauen konnte.

Es war wunderschön und letztendlich haben wir über sechs Stunden für die Fahrt ab Monterey und den gesamten Tag von 8 – 20 Uhr für die Fahrt ab Santa Cruz benötigt. Spät abends sind wir in San Luis Obispo angekommen und haben noch kurz das Nachtleben erkundet. Aber wir sind dann auch ins Bett gegangen, als die lokale Brauerei in der wir saßen, um neun Uhr abends geschlossen hat.

USA Bryce Canyon und Zion NP

Heute ist unsere Reise durch die Wüsten im Südwesten vorbei. Wir sind gestern zurück in Las Vegas angekommen und haben entspannt den Wagen abgegeben. Abends haben wir uns den weltberühmten Las Vegas Strip angeschaut, die zentrale Straße in der Stadt, in der alle großen Casinos sind.

Die vier Tage davor waren wir weiterhin unterwegs, wenn auch etwas langsamer, als auf dem ersten Teil unserer Route. Während wir anfangs meistens nur eine Nacht in den jeweiligen Städten geblieben sind, hatten wir dieses Mal zwei Nächte in der Nähe vom Bryce Canyon und sogar drei Nächte in der Nähe vom Zion Nationalpark geplant.

Bryce Canyon war unsere nächste Station nach Antelope Canyon bei Page. Wir sind dafür noch höher gefahren als der Grand Canyon (statt 2000m auf ca. 3000) und mussten lernen, dass wir falsch gepackt hatten. Eine Fleecejacke und eine Regenjacke reicht nicht, wenn das Wetter weiterhin beschließt, der Wüste Regen zu schenken… Der erste Tag war aber noch sehr schön! Wir sind den toll ausgebauten Kantenwanderweg am Canyon entlang gewandert und haben auch eine 6km Wanderung im Canyon selber unternommen und an den windstillen Stellen wurde es auch sehr warm.
Wir hatten tolle Aussichten auf den Canyon, der sich durch seine Fenster und Säulen auszeichnet, die sich durch die sehr besonderen Wetterbedingungen gebildet haben. Das Wetter ist an diesem Canyon nachts sehr kalt und tagsüber oft sehr heiß, sodass sich diese Formen bilden.

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Die Wanderungen waren sehr schön. Die Wege sind sehr gut ausgebaut gewesen und überall gab es Wasser zum nachfüllen. Die Landschaft war herausragend und aus dem Canyon hoch sind wir eine schmale Felsspalte in Serpentinen wieder hoch gewandert. Eine wunderschöne Erfahrung!

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Am nächsten Tag standen kleinere Sehenswürdigkeiten wie ein kleiner Wasserfall, Reste einer 1930 verlassenen Stadt und die höher gelegenen und nur mit Auto erreichbaren Punkte des Bryce Canyon auf dem Plan. Das Wetter hat uns auch nicht ermuntert, mehr zu machen, denn bei den 6°C und Nieselregen mussten wir alle unsere mitgenommenen warmen Klamotten anziehen, um nicht zu frieren!

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Nachmittags sind wir zum Zion Canyon gefahren und haben die Abendstunden dort verbracht. Zion ist ein grüner Canyon mit vielen schönen Tageswanderungen, sodass wir zwei volle Tage dort geplant haben.

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Am ersten Tag war jedoch weiterhin leichter Regen und auch Gewitter angesagt, sodass wir die großen Wanderungen auf den nächsten Tag verlegt haben. Trotzdem, auch so gibt es viel zu entdecken, zum Beispiel die weinenden Steine (Sandstein, aus dem Wasser austritt), Wasserfälle, Tümpel, Tiere und Pflanzen.

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Am zweiten Tag sind wir dann den Wanderweg Angel’s Landing gewandert, einem 8 Streckenkilometer, aber gut 600 Höhenmeter langen Wanderweg mit tollen Ausblicken auf den Canyon. Ein sehr schönes Erlebnis!

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Am Nachmittag haben wir nicht viel mehr gemacht, als auf dem Rasen die Sonne zu genießen und ein Softeis zu essen.

Ein richtig toller Tag und ein richtig schöner Nationalpark!

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Am Dienstag ging es dann zurück nach Las Vegas und abends haben wir diese tolle Reise mit einem Besucht des Las Vegas Strips und seiner Casinos und drei Shows der riesigen Wasserfontäne ausklingen lassen.

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USA Hoover Dam, Grand Canyon, Sunset Crater and Antelope Canyon

Vor einer Woche sind wir aufgebrochen in die USA. Geplant sind drei Tage Aufenthalt in Chicago, dann neun Tage bei Las Vegas und nochmal neun Tage bei San Francisco, mit dem Besuch von fünf Nationalparks (Brand Canyon, Bryce Canyon, Zion, Sequoia und Yosemite), unzähligen State Parks und drei amerikanischen Städten, Chicago, Las Vegas und San Francisco.

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Chicago hat uns überrascht, denn die Lage direkt am See wurde sehr schön eingebunden und hat der Downtown mit seinen Hochhäusern einen frischen Flair gegeben.

Nach unserem Aufenthalt dort sind wir Sonntag abend nach Westen aufgebrochen. Wir sind am Montag sehr entspannt Mittags aufgebrochen, da unser Flug noch Verspätung hatte und wir erst um drei Uhr Nachts gelandet waren. Und da es regnete hatten wir auch keine Eile.

Wir hatten sowieso etwas falsch gepackt… In allen Berichten über Las Vegas und den Bundesstaat Nevada wurde von 40° C und unerbitterlich brennender Sonne geschrieben, wir haben 20°C und Bewölkung, teilweise mit Regen. Sehr entspanntes Reisewetter in der Wüste, das aber leider nicht vor Sonnenbrand schützt, wie wir später am Grand Canyon erlebten.

Von Las Vegas aus ging es zum Hoover Damm, einen riesigen Staudamm der die Wasser- und Stromversorgung von Las Vegas sichert.

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Danach ging es durch eine erstaunlich grüne Landschaft Richtung Osten. Übernachtet haben wir in Williams, einen kleinen Ort direkt an der Route 66, die wir gefahren sind, und in der Nähe vom Grand Canyon. Durch die hohen Unterkunftspreise direkt am Grand Canyon haben wir uns diesen Ort ausgesucht, ungefähr 90km davon entfernt. Am nächsten Tag ging es auch früh los und wir wurden von etwas Sonne durch die Wolken belohnt, als wir uns diese riesige Landschaft angeschaut haben.

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Wir haben den ganzen Tag dort verbracht und sind einen großen Teil des Spazierwegs direkt an der Kante entlang gegangen.

Abends haben wir in Flagstaff, einer kleinen Stadt, die sich noch etwas wildwestflair behalten hat, verbracht. Auf dem Weg dorthin hat sich die Landschaft komplett verändert.
Bei Williams war es eine Wüste mit Sträuchern, beim Grand Canyon ein riesiger Wald mit einer einzelnen Baumart und bei Flagstaff dann eine bergige Gegend mit schneebedeckten Gipfeln und Tannen.

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In der Stadt selber gab tolle kleine Läden, viele Motels und Restaurants in einem schön aufbereiteten Stadtzentrum. Wir hatten ein tolles Motel, das eher eine Jugendherberge mit toller familiärer Athmosphäre war, gefunden und dort die Nacht verbracht. Zum Abendessen haben wir die gemeinsame Küche ausgenutzt und ein Chili gekocht und mit anderen Leuten im Hostel gequatscht. Achja, und wir mussten bei Walmart einkaufen ;). Das war erkenntnisreich… Es gab wenig Gemüse und Obst und das dann zu Preisen, die sehr hoch waren.

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Am nächsten Tag ging es Richtung Norden nach Page. Auf dem Weg dorthin sind wir zum Sunset Crater, einem vor 1000 Jahren ausgebrochenem Vulkan, und zu Indianerruinen gefahren.
Die Vulkanlandschaft war toll erhalten. Die Landschaft erholt sich dort sehr langsam und wir haben Aschebdeckte Berge und Lavagefüllte (trockene Lava) Täler gesehen. Es gab schön ausgebaute Spazierwege, die wir ausgenutzt haben.

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In der Nähe waren Indianerruinen gefunden worden, die wir uns auch angeschaut haben.

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Nachmittags sind wir dann die 200km nach Page gefahren und haben uns noch den Horseshoe Bend angeschaut, einen Canyon vom Colorado River. Warum er nach einem Hufeisen benannt ist, könnt ihr auf dem Foto sehen:

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Vor der Nacht haben wir Taco Bell ausprobiert. Und bei dem einen Mal wurde auch bleiben, das Essen in dieser Fast Food Kette ist schlimmer als bei McDonalds!

Am nächsten Tag ging es zum Navajo County, einem Indianergebiet. Wir haben uns dort den Antelope Canyon angeschaut, einem Highlight unserer Tour:

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Danach geht es, wenn man die Luftlinie betrachtet, nach Norden. Fahren mussten wir einen Bogen nach Westen, da nur Sandstraßen durch die Canyons nach Norden führen. Hat sich auch gelohnt, denn so sind wir noch am Coral Pink Sandstone State Park vorbei gekommen. Einem Park mit riesigen Sanddünen.

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Von dort haben wir bestimmt 3kg Sand mitgenommen…
Heute abend sind wir in der Nähe (direkt dort ist zu teuer und nichts los) von Bryce Canyon unter gekommen, den Canyon schauen wir uns morgen an!

USA: Day 2 I’m going places

KChicago ist eine besondere Stadt… Geprägt von viel Städte planerischen Geschick hat man vieles richtig gemacht: Es gibt zum Beispiel ein gut ausgebautes und fair bepreistes Nahverkehrsnetz. Das ganze nett sich „The El“ weil es aus Platzgründen auf Pfeilern gebaut wurde (Die Hamburger Hochbahn lässt grüßen),  El ist dabei die Abkürzung für  elevated(erhöht) und beschreibt damit nichts anderes als die Streckenführung.

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Um es also kurz zu machen: spätestens mit dem Bus und der El kommt man überall gut hin. Dennoch habe ich beschlossen wie am Tag zuvor die meisten Strecken zu Fuß zu beschreiten, dass hat sich dieses mal als wenig clever herausgestellt da ich die Strecke deutlich unterschätzt habe.

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Bis Chinatown bin ich noch bequem mit der Bahn gefunden, die Gegend ist wirklich interessant. Man hat das Gefühl auf einmal in einem anderen Land zu sein, zu erst erreichen einen typische Gerüche nach asiatischem Essen, kurz danach fällt einem auf das die Bevölkerung nur noch in Ausnahmen aussieht wie man selber.

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Von da aus wollte ich dann zum Museum für Industrie und Wissenschaft laufen. Nach ein paar Kilometern habe ich dann einen Abschnitt mit dem Bus absolviert in dem kühnen Gedanken ich könne ja eben kurz durch den Washington Park und an der Universität von Chicago vorbei laufen.

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Doofe Idee…. Eine gute Stunde später war ich dann tatsächlich am Museum. Auf dem Weg konnte ich immerhin einen richtigen Uni Campus sehen, es war zwar wenig los, aber die Ausmaße sind dennoch beeindruckend!

Nach eindeutig zu viel Laufen, kam ich dann auch irgendwann am Ziel an.

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Das Museum an sich ist eindeutig ein Familienmuseum, alles ist sehr einfach und kindgerecht aufbereitet. Sehr unterhaltsam war es einen Ausstellungsraum über IBM zu haben.

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Abgebildet ist eine Art Zeitleiste über die Errungenschaften von IBM, für mich eindrucksvoller war sie ganze Boeing 727 die in der Halle hing.

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Und ja man kann auch rein gehen 😉
Nach dem Museum ging es dann mit Bus und UBahn zurück in die Loop, erstmal Mittagessen und danach Kaffee trinken, denn ohne WiFi bekanntlich keine Blog Posts.

Außerdem wollte ich dem Himmel die Zeit geben auf zu klaren. Denn das große Highlight für den Nachmittag war der Willis Tower.

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Da der Besuch erstaunlich viel Zeit in Anspruch genommen hat, ging es danach auch direkt zum Abendessen über: Veggieburger + Chicago Craft Beer in einer lokalen Brauerei! Eines muss man den Amerikanern lassen, die wissen wie man leckere vegetarische Patties macht!
Und das Bier, hmjam hmjam!

Prost!

Ein neues Abenteuer: Roadtrip(s) in the US

Heute geht es endlich mal wieder los. Nach der genialen Zeit in Südostasien und den Beginn einer neuen Arbeit, geht es in den ersten Urlaub des Jahres. Erster Step: Frankfurt von dort geht es weiter nach Chicago.

Doch das aktuelle zu erst. Frankfurt zeichnet sich nicht durch viel aus, aber das Café am Kirchplatz ist einfach genial. Da wir eh 5 Stunden Zeit bis zum Direktflug haben, sind wir kurzerhand aus dem Flughafen raus und zum Café gefahren.

Nach einem köstlichen Frühstück ging es dann flott zurück zum Flughafen, man will ja den Flieger nicht verpassen. Am Gate angekommen wird man erstmal ausgefragt.
„Was wollen Sie in dem USA?“
Ich: „Urlaub machen“
„Was machen Sie?
Ich:“ Arbeiten bei IBM“
„Werden Sie in den 3 Wochen arbeiten“
Ich „Nein“
„Wirklich nicht?“
Ich: (in Gedanken) „Ja man wie blöd bist du denn!!“
„Ja nur für Urlaub“

Soweit zu den Strapazen vor dem Boarding.

Der Flug selbst verlief sehr unproblematisch, nicht das ruhigste Flugzeug gehabt, aber das ist ja verkraftbar. In Chicago angekommen galt es erstmal zu warten. In der Zeit kann man sich dann verrückt machen, ob sie Einreise auch klappt. Der nette Herr von der Border Control&Protection war dann aber offenbar sehr erfreut zu erfahren das ich bei IBM arbeite und strahlte mich danach nur an und hielt es offenbar für unnötig mich genauer auszufragen.

Für Svenja lief das dann genauso entspannt und so konnten wir dann zügig zur Hochbahn um zum Hostel zu fahren.
Auf dem Weg von der Haltestelle zum Hostel haben wir dann auch gleich ein süßes Lokal gefunden um Abend zu essen.
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Das auffällige der Gegend in der sich unser Hostel befindet, ist sicherlich das viele grün. Die einzelnen Häuser waren sehr viel einladen der als man es von so einer Großstadt erwarten würde.