Belfast und die Blue Taxi Tour

Im Oktober sind wir relativ spontan nach Nordirland gefahren. Ich sollte beruflich ein Wochenende dort verbringen und dann haben wir uns gedacht: warum nicht dann ein Wochenende dran hängen und Nordirland besuchen?
Beruflich wurde der Termin auf Januar verschoben, Nordirland wurde trotzdem gemacht. Reiseroute grob umrissen: Dublin – Belfast – Pfad der Riesen – Slieve League Klippen – Dublin. Ein großer Bogen durch Nordirland.

Anfahrt

Gestartet sind wir Freitag abend nach der Landung mit dem Mietwagen nach Belfast und sind auch noch rechtzeitig angekommen, um ein Straßenfest mitzubekommen, mit Umzug und bunt beleuchteten Gebäuden. Abends haben wir auch noch ein geniales Restaurant gefunden mit interessanten Cocktails und tollen Burgern. Unser Hostel war auch sehr gut, zentral, freundliches Personal und Platz für unser Auto im Hinterhof.

Essen

Den nächsten Morgen haben wir uns dann ein typisches britisches Frühstückslokal gegönnt, und Pfannkuchen und Toast gegessen. Weiterhin nicht mein Lieblingsessen, aber es hat dann doch prima in die Gegend gepasst. Die nächsten Tage haben wir aber doch auf Supermärkte zurück gegriffen und uns dort ein leichteres Frühstück geholt.

Die Blue Taxi tour

Highlight in Belfast war die Blue Taxi tour, eine besondere Art der Stadtrundfahrt. In einem blauen Auto wurden wir von einem Belfaster durch die Stadt geführt und er hat uns zum einen seine persönlichen Erlebnisse aus dem Bürgerkrieg sowie allgemeine Fakten dazu erzählt. Wir sind sowohl durch ein republikanische wie durch ein nationalistisches Viertel gefahren und haben die Grenzzäune und Grenztore gesehen. Wir haben die vielen Friedhöfe gesehen und die Inschriften um an getötete (Kämpfer und Nichtkämpfer) Menschen zu erinnern. Und wir haben die übergroßen Bilder an Hauswänden gesehen, die Menschen aus dem Lager als Kriegsheld gefeiert haben. Hier eine Auswahl der Eindrücke:

Sequoia und Yosemite Nationalpark

Der zweite Teil unserer Autoreise umfasst zwei Nationalparks: den Sequioa Nationalpark mit uralten, riesigen Sequoiabäumen, und Yosemite Nationalpark, berühmt für seine steilen Felswände, die Herausforderungen beim Klettern (haben wir nicht gemacht) und Wandern (haben wir sehr viel gemacht) bietet.

Der Sequoia Nationalpark

Von San Luis Obispo sind wir Richtung Osten landeinwärts bis an die Grenze der Sierra Nevada gefahren. Die letzten 30km haben sich in Serpentinen immer höher ins Gebirge, in die letzten Gebiete der Mammutbäume, geschlängelt. Viele von ihnen wurden um 1900 zum Schiffsbau abgeholzt, daher sind die Restbestände in abgelegenen Ecken.
Und es hat sich gelohnt! Wir haben Bäume gesehen, die Umfänge von sieben bis elf Metern hatten. Sie waren dabei nicht sehr hoch, aber diese massiven Baumstümpfe waren beeindruckend.

Außerdem haben wir zwei kleine Bären gesehen! Erst einen Schwarzbären, der friedlich nicht weit abseits vom Wanderweg graste und als wir an ihm vorbei gelaufen waren, ist hinter uns ein kleiner Braunbär vom Baum geklettert! Es waren wunderschöne Tiere, aber insbesondere die zweite Erfahrung auch etwas erschreckend, denn unter dem Baum waren wir 1min vorher erst entlang gegangen. Der Braunbär hat uns jedoch nur kurz interessiert angeschaut und ist dann in das Dickicht verschwunden.

Die Fahrt von Sequoia nach Yosemite

Wir haben die Nacht in der nächstgrößeren Stadt verbracht und sind morgens entspannt losgefahren, um noch für den Yosemitepark einzukaufen und zu tanken.
Wir sind schon die ganze Zeit verwundert, wie viel teurer das Benzin in Kalifornien als auf unserer vorherigen Tour ist. Während wir vorher nie mehr als 3$ pro Gallone (circa 3,5 Liter) gezahlt haben, sind es in Kalifornien eher 3,50$ bis 4$. Daher haben wir uns vor dem Tanken informiert und die günstigste Tankstelle rausgesucht, nur 3,45$! Nur leider war die dann nur für Tescomitarbeiter geöffnet, einer großen Supermarktkette…

Wir waren auch nochmal wieder bei Walmart und haben uns mit Konserven und Brot eingedeckt. Wir hatten dort nur eine Bärenbox zur Verfügung, jedoch nichts zum kühlen. Daher haben wir alles mögliche gekauft, was wir unter diesen Bedingungen dort nutzen können. Es ist geworden:
Morgens: Haferflocken mit Banane, Apfel, Mandeln und weiteren Nüssen.
Mittags: Toastbrot mit Erdnuss- oder Mandelbutter sowie Studentenfutter für die Wanderungen.
Und Abends: Avocados für Guacamole und am zweiten Tag Kichererbsen für Humus und das auf Brot und dazu Dosenfisch, Dosenoliven und Dosenrote Beete (sowie Wurzeln und Sellerie).
Es ist auch das geworden, was wir während der Tage gegessen haben, plus ein Eis jeden Tag.

Der Yosemite Nationalpark

Nach unserem erfolgreichen, hitze- und kältebeständigem Einkauf sind wir los zum Yosemitepark, eine weitere dreistündige Autofahrt entfernt. Zuerst wurden wir von einem hohen Wasserfall begrüßt, kurz darauf von Stau, Yosemite ist wirklich ein sehr gut besuchter Park. Wir sind haben dann kurzerhand am Straßenrand geparkt und haben uns an den Fluss gelegt und die Sonne genossen, statt die letzten vier Kilometer im Stau zu stehen. Check In war erst zwei Stunden später und wir hatten nicht mehr geplant, als anzukommen und uns zu orientieren.

Nach zwei Stunden waren die Straßen leer und wir konnten schnell einchecken und unsere Unterkunft begutachten. Wir hatten ein Zelthaus mit Holzboden und Betten, jedoch mit Zeltplane außen und als Dach. Sehr bequem mit viel Platz aber es wurde teilweise noch gut kalt nachts! Tagsüber wurden es bis zu 34°C und nachts kühlte es bis zu 10°C ab.

Wandern

Unseren ersten vollen Tag wollten wir mit einer 8km Wanderung zu zwei Wasserfällen starten. Wir sind rechtzeitig aufgebrochen und als wir kurz vor dem zweiten Wasserfall waren, war es noch vor zwölf.

Daher haben wir kurzerhand entschlossen, auch noch einen dritten Wasserfall zu erklimmen. Und als wir dann da waren, war der Rückweg so lang wie der Weg weiter geradeaus zum Aussichtspunkt Glacier Point und so sind wir auch noch dahin gewandert.

Das hat uns an unsere Grenzen gebracht. Glacier Point war nach 13km Länge und 970m Höhe und kurz bevor wir da waren, waren wir sehr fertig. Jedes Stück in der Sonne war schweißtreibend und die letzten zwei Kilometer gingen nur noch bergauf auf sonnigen Hängen.
Aber wir haben es geschafft! Nachmittags gegen halb vier waren wir oben am Glacier Point, mit Toiletten, Wasserstationen und Eis. Nach einer Stunde Pause machten wir uns ans letzte Stück, 7km Länge und 970 Höhenmeter wieder bergab.

Nach einer Stunde hatten wir keine Lust mehr auf Serpentinen und nach zwei Stunden haben wir uns allmählich gefragt, wer so einen Wanderweg entwirft! Knieschonend war er nicht, das war uns klar. Aber wie anstrengend konstantes bergablaufen auf schrägen, sandigen Flächen sein kann, war uns vorher nicht bewusst!
Nach zweieinhalb Stunden waren wir endlich unten, neuneinhalb Stunden nach Beginn unserer Wanderung. Hinter uns lagen über 20km, tolle Wasserfälle, wunderschöne Aussichten und eine Grenzerfahrung.

Den nächsten Gag haben wir ruhiger angehen lassen. Wir haben einen sehr entspannten Morgen gemacht und sind dann ca. 300 Höhenmeter bis zum unteren Ende des oberen Yosemitewasserfalls gelaufen. Leider bestand der Weg aus reinen Serpentinen, sodass wir nach den zwei Stunden hoch keine Lust mehr hatten, weiter zu gehen. Auf unserer vorherigen Wanderung hat sich der Weg erst entlang eines Flusses und dann über verschiedene Bergkämme gezogen, während dieser Weg sich nur an einem Berg hochquälte.
Daher sind wir wieder umgedreht und haben den Nachmittag am Strand am Fluss verbracht. Leider war der Fluss zu kalt zum Baden, aber mit den Füßen rein und sich gegenseitig nassspritzen konnte man gut.

Den Abend haben wir im Gemeinschaftsraum verbracht, auf gemütlichen Holzschaukelstühlen auf der Veranda. Angeblich soll es auch Internet geben, aber das war sehr sporadisch und langsam.

Und ganz am Ende haben wir die geringe Lichtverschmutzung im Tal ausgenutzt und haben uns an einem ruhigen Ort den Sternenhimmel angeschaut. Wunderschön!

Am nächsten Tag stand dann auch schon die Abreise an. Vormittags haben wie noch den Mirrorlake besucht, der einen perfekten Spiegel bildet durch seine Ruhe.

USA: Black Bear, Brown Bear & Teddybear

Nach längerer Pause endlich wieder ein Update…
Wir haben mittlerweile sowohl die Route 1 gesehen, als auch Zion Nationalpark, Sequoia Nationalpark und abschließend Yosemite Nationalpark. Da jeder für sich sehr eindrucksvoll war ist mein großer Plan jeden noch einzeln zu behandeln. Da wir in der gesamten Zeit jedoch erstaunlich viele Tier gesehen haben und sich dies über alle Parks hinweg zieht will ich erstmal darüber schreiben.

Fangen wir an mit den kleineren Tieren… Hier wimmelt es in jedem Park nur so von Squirrels und Chipmunks.

image

Entgegen aller Bemühungen des Nationalpark Service sind diese Tier wahnsinnig zutraulich in der Hoffnung essen zu bekommen. Das führt auch dazu das sie mal Kekse aus einer Tasche stehlen 😀

image

Neben diesen kleinen Tieren wird es langsam größer…

image

image

Jemand eine Idee was für süße Tierchen das sind?

image

Schlangen gab es auch… Genauso wie Rehe und einen Fuchs. Leider ohne Bild…
Dafür gab es aber noch einiges aus der Wasserwelt.

image

image

image

image

image

image

Selbstverständlich habe ich die Überschrift nicht einfach so gewählt also kommen wir zum eigentlichen Highlight.

image

This is Teddy!

image

Und dann kam der kleine Black Bear in der Ferne.

image

Plötzlich war er dann aber ganz nah 🙂

image

Ist er nicht süß?? 🙂
Noch ein bisschen schöner war dann aber kurz danach der süße Brown Bear!

image

Minimal unscharf weil ich mich am zurückziehen war…

Ein geniales Erlebnis… Ich hatte schon den ganzen Vormittag gejammert, dass ich einen Bären sehen will und prompt tauchten gleich zwei auf!

Ich hätte auch noch viele Bilder zur traumhaften Pflanzenwelt, aber die Bären sind so viel knuddeliger.

USA Westküste Route 1 von Santa Cruz nach San Luis Obispo

Jetzt sind wir schon über zwei Wochen unterwegs und die Zeit fliegt nur so vorbei. Hier in Kalifornien haben wir weniger Fahrtage und dafür längere Strecken geplant als auf unserer Las Vegas Tour. Der erste Teil unserer Route führte uns in zwei Tagen von San Francisco nach Süden.

Nachdem wir später als geplant am späten Nachmittag in San Francisco angekommen waren, sind wir mit der Flughafentram zum Mietwagencenter gefahren (einem Gebäude in dem alle Mietwagenfirmen Schalter und ein riesiges eigenes Parkdeck haben) und konnten bequemerweise direkt in unseren Wagen steigen. Leider haben wir dieses Mal einen weniger schönen Wagen bekommen als in Las Vegas. Er ist nicht mehr grün sondern silber, sehr viel kleiner (beim grünen haben unsere drei Rucksäcke komfortabel in den Kofferraum gepasst, dieses Mal müssen wir stopfen und es passt absolut nichts anderes mehr dazu), ohne Tempomat und mit nochmal kleinerem Motor als der letzte (jede Steigung ist eine Herausforderung…). Aber wir passen alle rein, und ein kleinerer Motor bringt ja bekanntlich ein angenehmeres Fahrgefühl für Mitfahrer ;). Wir sind vom Flughafen direkt losgestartet und 100km in den Süden nach Santa Cruz gefahren, einer Badestadt am Ozean.

Santa Cruz

Santa Cruz zeichnet sich aus durch den Broadway, einem kleinen Vergnügungspark direkt am breiten Sandstrand (mit einer der ältesten Holzachterbahnen der Welt, von 1924). Durch unsere vier Stunden Verspätung beim Flug sind wir leider erst nach acht Uhr abends dort angekommen und standen nur vor verschlossenen Geschäften. Wir konnten aber noch kurz das Meer und den Salzgeruch in der Luft genießen, bevor wir zu sehr Hunger hatten. Auf vier Stunden Verspätung waren wir nicht vorbereitet gewesen.
Unsere Suche nach einem Abendessen war zuerst erfolglos, da alle Geschäfte am Strand geschlossen hatten (bis auf ein Casino) und sogar Subway, eine Sandwichfastfoodkette schon  geschlossen hatte. Aber wir haben dann noch eine nettes vietnameisiches Restaurant gefunden und dort zu abend gegessen.

Die Route 1

Der nächste Tag war unser einziger richtiger „Roadtriptag“, ein Tag, an dem das Autofahren das Highlight war. Wir sind von Santa Cruz über 250km die Küste entlang nach Süden gefahren, die State Route 1 zwischen Los Angeles und San Francisco entlang. Der Weg wurde direkt in die steile Küste gebaut und bietet wunderschöne Ausblicke auf das Meer, die Küste und Meerestiere. Wir haben auf unserer Fahrt Seeotter, Seelöwen, Seeelephanten und Seehunde gesehen!

Unser erster Halt war schon 30 Kilometer Fahrt entfernt, als wir beim ersten Walmart auf unserer Strecke angehalten haben, und uns mit Lebensmittel für den Tag eingedeckt haben. Da der Walmart nur 1km vom Strand entfernt war, haben wir unser Frühstück kurzerhand dorthin verlegt und am Sandstrand mit etwas Sonne Brot und Wassermelone gegessen.
Weitere 30km weiter sind wir kurzerhand noch zum Besucherzentrum von Monterey gefahren, weil es erst 10 Uhr morgens und das Wetter noch sehr diesig war. Wir wollten erstmal noch ein paar Stunden in Monterey und Umgebung verbringen und auf besseres Wetter am Nachmittag hoffen.
Leider hatten wir die Whale Watching Touren schon verpasst, daher sind wir dann doch weiter gefahren zum State Park Point Lobos, einer Halbinsel die zum Naturschutzgebiet erklärt wurde und ein beliebter Sonnenplatz für Seelöwen ist. Und wir haben viele Seelöwen gesehen. Als erstes habe ich nur einen Strand mit großen Steinen gesehen, aber auf den zweiten Blick waren das alles Seelöwen! Hunderte von ihnen. Und auch Seeotter und Seehunde waren manchmal im Wasser zu sehen.

Danach begann die Fahrerei und Kurverei, als wir der Strecke an den Berghängen folgten. Aber es hat sich gelohnt denn nach jedem neuen Berghang ergab sich ein neuer toller Ausblick auf Felsen, Berghänge und das Meer. Nach einer Weile haben wir in einem weiteren State Park angehalten, sind dort zu einem kleinen Wasserfall gewandert, haben die großen Redwoodbäume angeschaut und haben Mittag gegessen.

Auf der Fahrt gab es viele schöne Ausblicke, die sich gar nicht in Bildern fassen ließen. Gegen Ende der Fahrt sind wir noch an einem Seeelephantenrastplatz vorbei gekommen. Das war ein hunderte Meter langer, ca. 5m breiter Strandabschnitt, auf dem ein Seeelephant neben, auf und unter anderen Seeelephanten lag. Es war ein riesiges Gewusel, das man sich gut von dem Besucherpfad vier Meter über dem Strand aus anschauen konnte.

Es war wunderschön und letztendlich haben wir über sechs Stunden für die Fahrt ab Monterey und den gesamten Tag von 8 – 20 Uhr für die Fahrt ab Santa Cruz benötigt. Spät abends sind wir in San Luis Obispo angekommen und haben noch kurz das Nachtleben erkundet. Aber wir sind dann auch ins Bett gegangen, als die lokale Brauerei in der wir saßen, um neun Uhr abends geschlossen hat.

USA: Bryce Canyon and Drive Thru Tourism

Die letzten zwei Tage haben wir beim Bryce Canyon verbracht, dem kleinsten Nationalpark des sogenannten Grand staircase Escalante Monument(Bryce Canyon, Zion Nationalpark & Grand Canyon).
Bryce Canyon zeichnet sich vor allem durch seine Hoodoos aus. Das sind kleine Türme die durch spezielle klimatische Bedingungen im Canyon entstehen.

image

image

Die Formationen sind sehr beeindruckend, dass besondere an Bryce Canyon ist das man auch an einem Tag hinunter wandern kann. So kann man dann auch die Natur im Canyon bewundern.

image

Chipmunk, ohne Teleobjektiv!

Leider war am zweiten Tag das Wetter nicht mehr so herausragend, weswegen wir die Infrastruktur der Nationalparks ausgenutzt haben. Damit komme ich auch zum zweiten Teil der Überschrift, fast alle besonderen Aussichtspunkte kann man auch mit dem Auto anfahren und dort vor Ort parken. Und ich muss sagen, bei der enormen Größe der Parks und schlechtem Wetter ist das enorm hilfreich.

So konnten wir noch Wasserfälle bewundern…

image

image

…Und besondere Aussichten genießen

image

image

image

USA: Antelope Canyon & Horseshoe Bent

Zur Zeit sind wir im Zion Nationalpark unterwegs. Nach 1 1/2 Tagen sind das bereits 320 Bilder und es sind noch zwei weitere Tage geplant. Daher will ich mir die dafür nötige Zeit nehmen, die passenden Bilder raus zu suchen. Dennoch gibt es natürlich viel was bisher noch nicht erzählt wurde.

Der Antelope Canyon ist Teil des Indianer Gebietes und dementsprechend nur mit Touren begehbar. Es gibt dabei den Lower und den Upper Canyon. Wir waren nur im Lower Canyon, da der Upper Canyon zwischen 48 und 58 Dollar kosten soll. Pro Person versteht sich.

Der Preis kommt unter anderem durch die Art der Tour zustande und sagt nicht unbedingt etwas darüber aus, welcher Teil schöner ist.

image

image

image

Das Farbspiel im Canyon ist einfach großartig! Die Atmosphäre sehr beeindruckend. Allerdings war es auch recht voll.

image

Nach dem Canyon ging es noch zum Horseshoe Bent, für mich eines der Highlights weil es eher zufällig auf unserer Liste gelandet ist, aber wunderschön aussieht.

 

USA: (Wo)Man made wonders

Am 17. Mai ging es nach Las Vegas, geplante Ankunftszeit 00:00 lokale Zeit, reale Ankunftszeit 02:00. Leicht müde ging es dann per Shuttle zum Hotel und direkt ins Bett. Am nächsten Morgen ging es zur Hertz Dental Station um den Mietewagen abzuholen. Ein netter 4-Sitzer von Fiat. Dank Gold Membership lief alles ganz entspannt, sonst hätte man eine gute Weile gewartet…

So lief das Gespräch etwa so:
Are you Gold Member? Yes.
OK great your car is ready, just go to parking spot xxx.
THX Bye Bye

Sehr bequem.

Danach war der erste Stop Lake Mead beziehungsweise Hoover Dam.

image

Man sieht sehr schön wie niedrig der Wasserstand ist. Falls sich jemand es noch nicht genau vorstellen kann, sei folgendes Bild ans Herz gelegt.

image

Ja, da war mal ein Steg…

Ich persönlich fand den Dam sehr beeindruckend zu sehen, wenn gleich es auch sehr beängstigend ist, vorgehalten zu bekommen, wie schlecht es in der Gegend um das Wasser bestellt ist.

image

Hier sieht man den Highway der parallel zum Damm verläuft.

image

Und so tief geht es runter!

Zwei Tage später (nach dem Brand Canyon und dem Sunset Crater, dazu später mehr!) waren wir auch noch beim Glen Canyon Dam. Der Glen Canyon ist der theoretisch zweitgrößte Stausee, bei aktuellem Wasserstand übertrumpft er den Lake Mead allerdings.
Der Vorteil in Bildern ist diesmal die andere Perspektive, nicht vom sondern auf den Damm.

image

image

Die Dämme sorgen nicht nur für eine gesicherte Wasserversorgung sondern versorgen selbstverständlich auch die ganze Region bis Las Vegas und große Teile von Kalifornien.
Der Hoover Dam erzeugt 2000 MW und der Glen Canyon Dam 1300MW. Zum Vergleich eines der modernsten Atomkraftwerke in Japan erreicht knapp 1300MW Netto.

Neben ihrem beeindruckenden Aussehen finde ich alleine das bewundernswert!

Im nächsten Post geht es dann auch mal wieder um Natur, versprochen! 🙂

USA: Kunst und Kaffee

Die Personen die mich als Kunstinteressierten bezeichnen würden sind (zu recht) denke ich verschwindend gering. Am 3. Tag in Chicago habe ich mir aber vorgenommen, über den eigenen Horizont hinaus zu gehen. Nachdem mich das Industriemuseum nicht wirklich überzeugen konnte stand ich also vor der Wahl: Field Museum (das mit dem Tyrannosaurus Skelett) oder Kunstmuseum (Bestes Museum weltweit laut Tripadvisor Ratings!). Es hat erstaunlich wenig Überwindung gekostet mich für letzteres zu entscheiden.

Diesmal das Fazit zu erst: Es hat sich gelohnt!

Ich habe alles gemacht wie empfohlen: Gepäck abgegeben, Audio Guide geholt und mir viel Zeit gelassen.

Es ist aber auch wichtig zu erwähnen, dass das Museum sehr gut aufgebaut ist. Es gibt viele Sitzmöglichkeiten, den Räume sind groß, so das man trotz vieler Besucher sehr viel Ruhe hat und sich die Zeit nehmen kann, die Ausstellungsstücke zu betrachten.

Unter dem Motto „neues wagen“ habe ich mir dann nicht nur die Geschichte zur Jadeverarbeitung in China angehört, sondern auch über ausgewählte Porzellan Figuren. Die Aufbereitung des Audioguide war sehr hilfreich, die Besonderheiten zu verstehen.

Einen besonderen Reiz hatten auf mich die buddhistischen und insgesamt aus der indischen Region stammenden Skulpturen.

image
Statue mit griechischen Einflüssen in der Kleidung
image
God of War

Daneben gab es eine Sonderausstellung zu Irland, doch außer diesem Bild konnte wenig davon mich wirklich fesseln.

image

Vieles waren auch Möbel oder Musikinstrumente, dieses Bild soll Irland in all seinen Facetten abbilden, dass man dieses Bild aus meiner Sicht sehr tiefgründig.

Nachdem ich mir die Chagallfenster angeguckt habe ging es dann erstmal zum Mittagessen, nach 3 Stunden habe ich gemerkt wie die Aufmerksamkeit nachließ und ich nur noch durch die Hallen schlenderte. Das war genau was ich nicht tun wollte. Frisch gestärkt habe ich mich dann an die größte Herausforderung gemacht: Modern & Contemporary Art

Erstaunlicherweise habe ich hier mein persönliches Highlight gefunden.

image
City Landscape von Joan Mitchell

Das lasse ich einfach mal unkommentiert so stehen. Nachdem Museum sollte es einen Kaffee geben um mal wieder zum Schreiben und Lesen zu kommen.

Der erste Gedanke: Starbucks, die Vorteile liegen auf der Hand, man kennt es und es gibt es überall (und immer mit Internet)
Mit überall meine ich an jeder zweiten Straßenecke!

Doch wie es der Zufall manchmal so will, stolpere ich ausgerechnet bei meinem letzten Gang durch Downton Chicago auf ein kleines Café mit gemütlichen Sesseln und richtig gutem Kaffee(und Peanut Butter Brownie)!

Das Leben kann so schön sein. 🙂

USA: Day 2 I’m going places

KChicago ist eine besondere Stadt… Geprägt von viel Städte planerischen Geschick hat man vieles richtig gemacht: Es gibt zum Beispiel ein gut ausgebautes und fair bepreistes Nahverkehrsnetz. Das ganze nett sich „The El“ weil es aus Platzgründen auf Pfeilern gebaut wurde (Die Hamburger Hochbahn lässt grüßen),  El ist dabei die Abkürzung für  elevated(erhöht) und beschreibt damit nichts anderes als die Streckenführung.

image

Um es also kurz zu machen: spätestens mit dem Bus und der El kommt man überall gut hin. Dennoch habe ich beschlossen wie am Tag zuvor die meisten Strecken zu Fuß zu beschreiten, dass hat sich dieses mal als wenig clever herausgestellt da ich die Strecke deutlich unterschätzt habe.

image

Bis Chinatown bin ich noch bequem mit der Bahn gefunden, die Gegend ist wirklich interessant. Man hat das Gefühl auf einmal in einem anderen Land zu sein, zu erst erreichen einen typische Gerüche nach asiatischem Essen, kurz danach fällt einem auf das die Bevölkerung nur noch in Ausnahmen aussieht wie man selber.

image

Von da aus wollte ich dann zum Museum für Industrie und Wissenschaft laufen. Nach ein paar Kilometern habe ich dann einen Abschnitt mit dem Bus absolviert in dem kühnen Gedanken ich könne ja eben kurz durch den Washington Park und an der Universität von Chicago vorbei laufen.

image

Doofe Idee…. Eine gute Stunde später war ich dann tatsächlich am Museum. Auf dem Weg konnte ich immerhin einen richtigen Uni Campus sehen, es war zwar wenig los, aber die Ausmaße sind dennoch beeindruckend!

Nach eindeutig zu viel Laufen, kam ich dann auch irgendwann am Ziel an.

image

Das Museum an sich ist eindeutig ein Familienmuseum, alles ist sehr einfach und kindgerecht aufbereitet. Sehr unterhaltsam war es einen Ausstellungsraum über IBM zu haben.

image

Abgebildet ist eine Art Zeitleiste über die Errungenschaften von IBM, für mich eindrucksvoller war sie ganze Boeing 727 die in der Halle hing.

image

Und ja man kann auch rein gehen 😉
Nach dem Museum ging es dann mit Bus und UBahn zurück in die Loop, erstmal Mittagessen und danach Kaffee trinken, denn ohne WiFi bekanntlich keine Blog Posts.

Außerdem wollte ich dem Himmel die Zeit geben auf zu klaren. Denn das große Highlight für den Nachmittag war der Willis Tower.

image

Da der Besuch erstaunlich viel Zeit in Anspruch genommen hat, ging es danach auch direkt zum Abendessen über: Veggieburger + Chicago Craft Beer in einer lokalen Brauerei! Eines muss man den Amerikanern lassen, die wissen wie man leckere vegetarische Patties macht!
Und das Bier, hmjam hmjam!

Prost!

USA: The first day in Chicago

Das Hostel ist sehr angenehm im Norden und nur ein kurzes Stück außerhalb der Loop (Downton Chicago und Zentrum der Stadt) gelegen. Nicht weniger angenehm ist die Distanz zur sogenannten Lakefront, also der Seite von Chicago die an den See grenzt.
Die Lakefront ist ein wirklich schöner Bereich, unbebaut aber mit Fahrradwegen ausgestattet. Auf den Wegen kann man von Norden bis in den Süden an der Küstre entlang fahren. Küste ist hier ernst zu nehmen, der See ist gigantischen Ausmaßes!

image

image

Hier sind die Hochhäuser nur in einiger Entfernung zu sehen. Diesen Weg sind wir dann erstmal gefolgt um Svenja zum Greyhound Terminal zu bringen. Greyhound ist eine der größten Bus Anbieter für Langstrecken in den USA und wohl am besten mit Flixbus zu vergleichen.
Nachdem Svenja im Bus saß ging es für mich dran die Stadt zu erkunden. Stand heute bin ich Teile von Downtown gefühlte 200 mal entlang gelaufen. Mal habe ich die Route des Reiseführer verfolgt mal habe mich meine eigenen Ziele verfolgt. So habe ich zum Beispiel zwischenzeitlich die Union Station entdeckt, Chicago war eine der ersten Städte die das amerikanische Bahnnetz aufgebaut hat. Heute ist der Bahnhof in verschiedene Teile getrennt.

Danach ging es daran die architektonischen Bauwerke zu betrachten, so manches wäre mir ohne Reiseführer nicht aufgefallen obwohl sie interessant aussehen.

Das für mich bisher auffälligste ist wie man die Stadt wahrnimmt, es ist als würde man sie bereits kennen. Nachdem in Asien vieles von den Erwartungen abweicht, ist Chicago gerade zu eine Bestätigung dessen was ich mir vorher vorgestellt habe.
Ich kann mich bisher auch nicht durchringen das positiv oder negativ einzuordnen. Bisher finde ich es vor allem bemerkenswert.
Daneben ist vor allem in den Supermärkten der Preisunterschied zu Lebensmitteln bemerkenswert, dass vieles teurer ist war ja klar. Die Abweichung hat mich dann aber doch überascht.
So viel also zum ersten Tag…